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Aalto Hochhaus Schönbühl Luzern

Sanierung, Bauprojekt 2017, Ausführung 2018-19

Das Aalto-Hochhaus ist seit seiner Errichtung 1967/68 nie grundlegend saniert worden. Einzelne Wohnungen und einzelne Bauteile wurden nach Bedarf erneuert. Nun wurde das Hochhaus einer Gesamtsanierung unterzogen.

Der umfangreiche Eingriff ermöglicht die Vermietbarkeit in den nächsten 40 Jahren. Der angebotene Wohnungsstandard entspricht dabei demjenigen heutiger Neubauwohnungen annähernd.

Für das Aalto-Hochhaus hiess dies, dass neben der Erneuerung aller Oberflächen auch die Mängel der Raumhülle, Fenster/Sonnenschutz/etc. beseitigt wurden, dass generell die haustechnischen Installationen ersetzt und die Schalldämmung verbessert wurden.

Überdies verlangten die Erdbebensicherheit und der Brandschutz Anpassungen an die heutigen Normen.

Die vorgefundenen Wohnungsgrundrisse entsprachen auch aktuellen Anforderungen weitgehend. Mit einer Optimierung der Badezimmer und Küchen halten diese Wohnungen dem Vergleich mit Neubauwohnungen stand. Die aufgefächerten Grundrisse mit Ausrichtung auf den See begeistern auch ein heutiges Publikum.

Trotz der angesagten Sanierungstiefe wurde der einmalige Charakter des Hochhauses in der Handschrift Alvar Aaltos gewahrt. Denkmalpflegerische Anliegen zur Erhaltung der Architektur-Ikone wurden gleichberechtigt behandelt, wie der Wunsch nach aktueller Vermietbarkeit.

Der Wert des Gebäudes und die herausragende Bedeutung als einziges schweizerisches Aalto-Werk rechtfertigt den hohen Aufwand.

Die Realisierung erfolgte mit dem Totalunternehmer Anliker AG.